Tod, Trauer und Vollendung

Nachrichten | 24.10.2012

Der Monat November ist traditionell der Gedenkmonat der Verstorbenen. Am Allerheiligenfest und am Wochenende danach finden Totengedenken, oft mit Wortgottesdiensten und Gräbersegnungen, auf den örtlichen Friedhöfen statt. Fragen nach der Endlichkeit des Lebens stellen sich wie selbstverständlich. Noch blühen in diesem Jahr bei spätsommerlichen Temperaturen die Blumen, das Laub färbt sich bunt und doch ist das Jahresende schon absehbar. In den Geschäften werden nebeneinander Grabdekoration, Halloweenartikel und Weihnachtsschmuck angeboten.

In allen Kulturen hat sich ein Brauchtum um Abschied und Tod entwickelt. Im Christentum wird der Verstorbenen gedacht und das Leben gefeiert.  In der katholischen Kirche stehen dafür das Fest Allerheiligen und der Gedenktag Allerseelen. Am zweiten Sonntag vor dem ersten Advent wird der staatliche Volkstrauertag in Erinnerung der Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft begangen. Der letzte Sonntag im Kirchenjahr ist in der evangelischen Kirche der Totensonntag (Ewigkeitssonntag), in der katholischen das Fest Christkönig.

Das Allerheiligenfest, der Tag an dem aller Heiligen gedacht wird (der bekannten aber auch der vielen uns nicht mehr erinnerlichen), hat in diesem Jahr in Deutschland eine besondere Prägung: An diesem 1. November 2012 wird die Erhebung der Heiligen Hildegard zur Kirchenlehrerin in Eibingen (Rheingau) festlich begangen.

In engem Zusammenhang mit den Gedenktagen steht die Frage nach dem Sterben und dem Tod in unseren Tagen: Wie gehen wir mit dem toten Leib um? Welche Formen der Beisetzung gibt es? Was für kirchliche Vollzüge sind möglich und sinnvoll?  Was ist mit dem Begriff "Vollendung" gemeint?

In diese ernsten Fragestellungen drängen sich gruselig und schrill die Halloween-Partys. Was habe diese mit der Tradtion des Totengedenkens zu tun? In Kreisen der Schülerinnen und Schüler scheint das Horrorszenario die christlichen Feste verdrängt zu haben.

Zur Vorbereitung des Religionsunterrichts hält die Materialdatenbank zu allen genannten Themen Texte, Bilder, Buchvorstellungen und Hinweise auf Webseiten bereit.

Und: Obwohl schon die vollständige Dekoration für Weihnachten in den Regalen liegt und sämtliche Weihnachtsplätzchen schon jetzt verspeist werden wollen: Erst kommt die Adventszeit! Und für diese werden auf rpp-katholisch ab Anfang November neues Material und Buchneuerscheinungen vorgestellt.

(BW)

 

 

 

 

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