Die eigenen Stärken kennenlernen

Nachrichten | 15.02.2008

Timo Wacht leistet in der Orscholzer KiTa St. Marien „FSJ statt Zivildienst“. Beispiel aus der Praxis als Einstieg in das Unterrichtsthema "eigene Stärken kennenlernen".

„Die Anerkennung und Begeisterung der Kinder und Jugendlichen“ ist es, was den 18-jährigen Timo Wacht (18) am meisten an seiner Arbeit begeistert. Der junge Mann aus Orscholz leistet seit August ein „Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) anstelle des Zivildienstes“, wie es von der Arbeitsstelle Soziale Lerndienste im Bistum Trier nun schon seit 2003 jedes Jahr jungen Männern angeboten wird. Seine Einsatzstelle ist die

Timo Wacht leistet in der Orscholzer KiTa St. Marien „FSJ statt Zivildienst“. Beispiele aus der Praxis als Einstieg in das Unterrichtsthema "eigene Stärken kennenlernen".

 „Die Anerkennung und Begeisterung der Kinder und Jugendlichen“ ist es, was den 18-jährigen Timo Wacht (18) am meisten an seiner Arbeit begeistert. Der junge Mann aus Orscholz leistet seit August ein „Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) anstelle des Zivildienstes“, wie es von der Arbeitsstelle Soziale Lerndienste im Bistum Trier nun schon seit 2003 jedes Jahr jungen Männern angeboten wird. Seine Einsatzstelle ist die katholische Kindertagesstätte St. Marien in Orscholz, wo Timo Wacht mithilft, 125 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren zu betreuen. Im Rahmen von „FSJ statt Zivildienst“ bietet das Bistum Trier in Kooperation mit dem Diözesan-Caritasverband jungen Männern die Möglichkeit, ein FSJ zu machen und damit gleichzeitig ihre Zivildienstpflicht zu erfüllen.             

Timo Wacht sieht in dem Angebot für sich eine sinnvolle Alternative zum normalen Zivildienst: „Im FSJ kann ich meine Kompetenzen weiterentwickeln und bekomme zusätzlich einen Einblick ins Berufsleben.“. Er schätzt auch die Flexibilität seiner Einsatzstelle: „Neben meiner Arbeit in der KiTa kann ich die Kinder- und Jugendarbeit in unserer Pfarrgemeinde mit gestalten“. Für Timo Wacht ist das FSJ auch eine Phase der beruflichen Orientierung: „Der Dienst ermöglicht es mir, einen Einblick in den Beruf des Gemeindereferenten zu bekommen“, sagt Wacht. Seine Aufgaben in der KiTa und in der Pfarrei sind vielfältig: „In der KiTa erledige ich neben der Kinderbetreuung auch hauswirtschaftliche Tätigkeiten wie das Zubereiten des Frühstücks“. Der FSJler leitet aber auch noch Gruppenstunden in der Pfarrei, betreut Messdiener- und Kinderfreizeiten, organisiert eine Jugendband und ist verantwortlich für die Dekoration der Pfarrkirche.

Bei diesen vielen Aufgaben in seiner Dienststelle schätzt Timo Wacht die pädagogische Begleitung durch die Arbeitsstelle Soziale Lerndienste im Bistum Trier. Denn eine Besonderheit des FSJ sind Seminarwochen, zu denen sich die jungen Männer fünfmal im Jahr treffen und über Themen wie „Behinderung“ oder „Soziale Brennpunkte“ sprechen. „Wir ermutigen die jungen Männer, sich mit politischen, sozialen und religiösen Fragen auseinander zu setzen“, sagt Kerstin Hammer, die zuständige Ansprechperson beim Bistum Trier. Auch könnten die FSJler mitbestimmen, welche Themen behandelt würden, wobei es wichtig sei, dass das Thema einen Bezug zur konkreten Arbeitsrealität und Lebenssituation der jungen Männer habe.

Hammer erläutert, dass junge Männer, die sich für „FSJ statt Zivildienst“ interessieren, zwischen 16,5 und 23 Jahre alt und als Kriegsdienstverweigerer anerkannt sein müssen, bevor sie das FSJ beginnen. „Sie erhalten ein Taschengeld, die Fahrtkosten werden erstattet, die Sozialversicherungsbeiträge werden übernommen, das Kindergeld wird weiter gezahlt und am Ende gibt es ein Zeugnis und ein Zertifikat“, sagt sie. Ein Ziel des Projekts sei es, den jungen Männern zu vermitteln, dass die zwölf Monate nicht nur eine Zeit des sozialen Dienstes seien, sondern vor allem eine Zeit, die sie für sich selbst, für ihre persönliche und berufliche Orientierung, nutzen könnten.

Wer Interesse an „FSJ statt Zivildienst“ hat, erhält weitere Informationen im Internet unter www.soziale-lerndienste.de. Wie in vielen weiteren Diözesen unterhält auch das Bistum Trier eine eigene Arbeitsstelle Soziale Lerndienste, die Beratung, Organisation und Fortbildung anbietet. Kontakt zur Arbeitsstelle im Bistum Trier: fsj-statt-zivi@soziale-lerndienste.de

Quelle: Bistum Trier

Folgen Sie rpp-katholisch.de via     Facebook     Twitter     Newsletter