(Quelle: Bistum Aachen/ Andreas Steindl)

Schule als Lernort des Glaubens

Nachrichten | 29.09.2025

39 Religionslehrerinnen und -lehrer haben im Aachener Dom die kirchliche Beauftragung zur Erteilung des katholischen Religionsunterrichts erhalten. Im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes hat Weihbischof Karl Borsch die Urkunden zur Missio canonica überreicht. Erstmals waren auch die Preisträger des Abiturpreises im Fach Katholische Religionslehre im Bistum Aachen zur Feierstunde eingeladen.

Die Bereitschaft der neuen Religionslehrerinnen und -lehrer, sich für die Glaubensvermittlung im Raum der Schule zur Verfügung zu stellen und zu qualifizieren, setzt ein deutliches Zeichen für die besondere Bedeutung der Schule als Lernort des Glaubens. Sie sind für viele Kinder und Jugendliche das lebendige Gesicht gelebten Glaubens und des Christentums in Schule und Gesellschaft.
"Wir freuen uns, neue Lehrkräfte für den Religionsunterricht im Bistum Aachen willkommen zu heißen", betont Carsten Gier, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule im Bischöflichen Generalvikariat. "In einer zunehmend säkularisierten Welt ist der Religionsunterricht ein besonderer Ort, an dem junge Menschen mit dem christlichen Glauben und Jesus Christus in Berührung kommen können", sagt Gier weiter. Hier hätten sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen, zu entdecken und ihren eigenen Glauben zu vertiefen, ganz im Sinne der Pastoralstrategie: Freiheit – Begegnung – Ermöglichung.

Lehrkräfte tragen Verantwortung

Die Lehrkräfte tragen eine wichtige Verantwortung: "Sie vermitteln nicht nur Wissen, sondern leben auch den Glauben vor und geben Zeugnis ihres eigenen Glaubens. Damit schaffen sie eine authentische Atmosphäre, in der die Schülerinnen und Schüler den christlichen Glauben erleben können."
Gier dankte allen, die sich für diese Aufgabe engagieren und wünschte den neuen Kolleginnen und Kollegen viel Freude und Erfolg auf ihrem Weg: "Möge der Religionsunterricht weiterhin ein Ort der Begegnung, des Glaubens und der Hoffnung sein."

Kirchliche Sendung

Der feststehende Begriff für die kirchliche Lehrbeauftragung, die die neuen Religionslehrerinnen und Religionslehrer aus den Händen des Bischofs empfangen, lautet Missio canonicaKirchliche Sendung. Denn die Religionslehrerinnen und Religionslehrer sind durch den Bischof gesandt, im Raum der Schule den christlichen Glauben in Gemeinschaft mit der Kirche zu vermitteln. Zudem erfüllen sie ihren Dienst mit staatlicher Unterrichtsbefähigung und als Bedienstete des Landes Nordrhein-Westfalen bzw. eines anderen staatlich anerkannten Schulträgers. Grundlage für ihre Anstellung ist in der Regel die Staatsprüfung für ein Lehramt und in jedem Falle die Kirchliche Bevollmächtigung.

Enorme Verantwortung

Im Bistum Aachen unterrichten über 3.000 Lehrerinnen und Lehrer Tag für Tag zirka 150.000 Schülerinnen und Schüler an ungefähr 700 Schulen im Fach Katholische Religionslehre. Indem diese Lehrerinnen und Lehrer dadurch den Schulen zur Erfüllung ihres Bildungsauftrags verhelfen, leisten sie einen wichtigen Dienst an der Gesellschaft.

(Kommunikationsabteilung Bistum Aachen/ Andreas Steindl)

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Missio canonica – die Lehrbeauftragung der katholischen Kirche

Um katholischen Religionsunterricht erteilen zu können, benötigen Lehrkräfte neben der staatlichen Lehrbefähigung eine Bevollmächtigung durch die Kirche. Aufgrund der Sonderstellung des Religionsunterrichts als res mixta wird durch die kirchliche Sendung die gemeinsame Verantwortung von Kirche und Staat sichergestellt. Für die Dauer des Referendariates erhalten die Religionslehrerinnen und Religionslehrer aller Schulformen eine vorläufige kirchliche Unterrichtserlaubnis. Zuständig ist das Bistum, in dem die Universität liegt, an der das Studium abgeschlossen wurde. Nach bestandenem Zweiten Staatsexamen kann die Missio canonica beantragt werden. Dafür legen die Lehrkräfte das Versprechen ab, ihren Unterricht in Übereinstimmung mit der Lehre der katholischen Kirche zu erteilen.

(ck)

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