72-Stunden-Aktion! – Engagieren für die Gesellschaft

BDKJ/72-Stunden-Aktion
Nachrichten | 13.11.2023

Engagierte Lehrkräfte können sich mit ihren Schulklassen bei der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) anmelden. Christliches Handeln, Verantwortung übernehmen, an die Grenzen gehen und Gruppenzusammenhalt stärken – all das sind Erfahrungswerte, die Kinder im Leben weiter bringen. Die deutschlandweite Sozialaktion findet vom 18. bis 24. April 2024 statt. 

In 72 Stunden die Welt besser machen – geht das? Ja, und es funktioniert deutschlandweit, zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten. 

Die 72-Stunden-Aktion ist eine Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und seiner Verbände. In 72 Stunden werden dabei in ganz Deutschland Projekte umgesetzt. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene setzen sich dabei konkret vor Ort für eine offene und solidarische Gesellschaft ein. Die Projekte können interreligiös, politisch, ökologisch oder international ausgerichtet sein. Wichtig ist der gemeinsame Einsatz für andere oder mit anderen.

„Bei der 72-Stun­den-Akti­on 2024 wer­den rund 100.000 Kin­der, Jugend­li­che und jun­ge Erwach­se­ne dazu bei­tra­gen, die Welt ein Stück bes­ser zu machen“, beton­te die BDKJ-Bun­des­vor­sit­zen­de Lena Bloe­ma­cher beim Start­schuss für die Akti­on 2024. ​„Das Beson­de­re ist, dass die Sozi­al­pro­jek­te von jun­gen Men­schen selbst initi­iert wer­den. Mit Mut, Enga­ge­ment und viel Fan­ta­sie grei­fen sie dabei poli­ti­sche und gesell­schaft­li­che The­men auf und rea­li­sie­ren in drei Tagen vie­le gute Taten.“

Der Unterricht fürs Leben

So lautet auch das Motto der Aktion 2024 „In 72 Stun­den die Welt ein Stück­chen bes­ser machen“ und ist Aus­gangs­punkt aller Akti­vi­tä­ten rund um die Akti­on. Die Pro­jek­te grei­fen poli­ti­sche und gesell­schaft­li­che The­men auf, sind lebens­welt­ori­en­tiert und geben dem Glau­ben ​„Hand und Fuß“. Die Teil­neh­men­den set­zen sich kon­kret vor Ort in ihrem Sozi­al­raum ein. Einen Raum, des­sen Bedin­gun­gen und Pro­ble­me sie ken­nen. Sie wer­den eben dort für und mit ande­ren tätig, wo sie auch sonst im All­tag unter­wegs sind. 

In 72-Stunden Unmögliches möglich machen schafft ein WIR-Gefühl und stärkt das Selbstbewusstsein. 

Doch erst einmal müssen sich Projektgruppen finden. Das können Jugendgruppen oder -verbände, Einrichtungen, Schulklassen oder einfach nur Freunde sein, die Ideen zu sozialen oder ökologischen Projekten entwickeln, wie beispielsweise Bienenhäuser aufarbeiten und nutzbar machen, Kinderspielplätze renovieren, Mülleimer aufhängen oder 72 Stunden lang Müll einsammeln. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Der Grundsatz: Soli­da­ri­tät im Ein­satz für Ande­re und mit Ande­ren.

Die Aktionsgruppe hat die Möglichkeit, die Idee in Eigenverantwortung umzusetzen. Bei dieser "Do-It-Yourself"-Variante hat die Gruppe von der Idee über die Planung bis zur Durchführung ihrer Aktion alles selbst in der Hand. Der regionale Koordinierungskreis des BDKJ prüft lediglich, ob das Projekt den Kriterien zur Aktion entspricht und gibt den Aktionsgruppen bei Bedarf Hilfestellung und Beratung. 

Eine zweite Variante der Projektumsetzung ist eine Überraschungsvariante, die sogenannte "Get-It"-Variante, bei der die Aktionsgruppe ein Projekt bekommt, welches sie vorher nicht kennt. Der regionale Koordinierungskreis hat das Projekt zuvor entwickelt und die nötigen, vorbereitenden Kontakte hergestellt. Erst mit dem Startschuss zur Aktion teilt die Aktionspatin oder der Aktionspate der Gruppe ihr Projekt mit. 

In beiden Fällen erfordert die Projektumsetzung in 72 Stunden ein hohes Maß an Initiative und Teamarbeit. So müssen Sponsoren gefunden werden, Material muss organisiert werden, Spenden gesammelt, Menschen aus dem Umfeld motiviert werden. Dann geht es ans Basteln, Hämmern, Sägen, Aufräumen und Gestalten. 

Projekte sollen Missstände beseitigen

Sinnvolle Projekte für die Teilnahme an der 72-Stunden-Aktion sind Ideen, die einen direkten Bezug zur Umgebung haben oder international ausgerichtet sind. Aktionen sollen Missstände im direkten sozialen Umfeld beseitigen. Dabei können die Ziele nie hoch genug gesteckt sein. Pädagogisch geht es darum, ein Gemeinschaftserlebnis für alle zu schaffen, scheinbar Unmögliches in einem gemeinsamen Kraftakt möglich zu machen. 

Vom regionalen Einsatz der Jugendlichen, hat die Aktion auch noch überregionale Wirkung. Dadurch, dass zur gleichen Zeit überall in Deutschland Projekte starten, erreichen die Akteure regionale, überregionale und vor allem auch mediale Aufmerksamkeit. Sie verbindet in diesen drei Tagen Jugendliche und junge Erwachsene in ganz Deutschland. Christ­li­cher Glau­be, Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on, Par­ti­zi­pa­ti­on, Frei­wil­lig­keit, Ehren­amt­lich­keit und Demo­kra­tie werden sichtbar und gelebt. Die Akti­on wirkt inner­kirch­lich und gesell­schaft­lich als Zei­chen einer akti­ven Jugend, die die Her­aus­for­de­run­gen und Pro­ble­me in ihrer Umge­bung sieht und aktiv wird. 

2024 findet die 72-Stunden-Aktion zum dritten Mal statt. Die ver­gan­ge­ne Veranstaltung im Jahr 2019 stand unter dem Motto  ​„Uns schickt der Him­mel – die 72-Stun­den-Akti­on des BDKJ“. An ihr waren über 160.000 Kin­der und Jugend­li­che in 4.000 Pro­jek­ten aktiv. Vieles davon ist bis heute noch sichtbar.

Wie finde ich ein passendes Projekt für meine Klasse und wie kann ich mich anmelden?

Unter den FAQ erfahren Sie mehr über die Aktion, die Voraussetzungen für eine Teilnahme und die Projekte. Für die Anmeldung füllen Sie das Online-Formular aus. Kontaktadressen und Telefonnummer für weitere Fragen finden Sie hier: Anmeldung für Teilnehmer an der 72-Stunden-Aktion.

Informieren Sie sich weiter unter https://www.bdkj.de/aktionen/72-stunden-aktion.

Hier geht es zum Bund Deutscher Katholischer Jugend (BDJK).

(ck)

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