(Quelle: Oliver Müller/Bistum Essen)

Zertifikatskurs Religionsunterricht - Bischof Overbeck beauftragt neue Religionskräfte

Das Bistum Essen kann sich über 33 neue Religionslehrerinnen und -lehrer freuen.
Nachrichten | 27.10.2023

Die neue Missio Canonica - im Bistum Essen wurde im Frühjahr die Missio Canonica reformiert. Jetzt beauftragte das Bistum erstmals 33 Religionslehrerinnen und -lehrer nach dem neuen Standart. 

Bischof Franz-Josef Overbeck hat 33 neu ausgebildeten Religionslehrerinnen und -lehrern im Essener Dom ihre Lehrerlaubnis überreicht. Unter diesen neuen Lehrkräften waren erstmals auch neun Pädagoginnen und Pädagogen, die sich, ohne das Studium der katholischen Theologie, als fachfremde Lehrerinnen und Lehrer über einen sogenannten Zertifikatskurs für den Religionsunterricht qualifiziert hatten. Die Umsetzung der Reform in der Ausbildung für Religionslehrkräfte wurde im Frühjahr diesen Jahres in Essen beschlossen. 

„Im Religionsunterricht geht es darum, Kindern und Jugendlichen die Deutung der Welt als Ort der Gegenwart Gottes zu ermöglichen, indem sie zu intellektuellen Auseinandersetzungen mit dem eigenen Glauben befähigt werden“, sagte Overbeck in seiner Predigt. Dazu brauche es die Mittel der Vernunft durch die Theologie und die Philosophie, dazu brauche es aber auch lebensweltliche Erfahrungen und Fragen. Lehrerinnen und Lehrern gehe es da „in der Regel wie den Schülerinnen und Schülern und deren Eltern, um die Menschen, mit denen sie leben. Im Glauben können wir nämlich sagen: Gott ist da und gegenwärtig. In der Lebenserfahrung müssen wir ebenso hinzufügen: Gott zeigt sich nicht, und wir können ihn nur suchen.“

Bischof Franz-Josef Overbeck verleiht die Lehrerlaubnis.

In heutigen Zeiten sei „der Gott, der uns oft fremd, fern und schwer zugänglich ist, eine größere Wirklichkeit für viele Menschen als der nahe, erfahrbare, tröstende und stärkende Gott“, betonte Overbeck. Alle Religionslehrerinnen und Religionslehrer seien daher eingeladen, „für sich einen klaren Standpunkt zu finden, von dem aus der Religionsunterricht zu bestreiten ist“. Anders als in fast allen anderen Schulfächern gehöre für Religionslehrkräfte „das Gelehrte und Gelebte wesentlich zusammen“.

Die nun beauftragten Religionslehrkräfte sind die ersten, die ihre Lehrerlaubnis nach der neuen Ordnung für die „Missio Canonica“ erhalten haben. Im Frühjahr hatte das Bistum Essen das Regelwerk erneuert und – analog zu dem im Herbst reformierten kirchlichen Arbeitsrecht – unter anderem Fragen nach der persönlichen Lebensführung gestrichen.

Unter der Überschrift "Missio Canonica" hat der Bereich Schule/Hochschule alle Informationen für angehende Religionslehrerinnen und -lehrer online auf der Internetseite des Bistums Essen zusammengefasst. Dort gibt es auch Kontaktinformationen zu allen relevanten Ansprechpersonen.

(ck)

 

 

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