(Quelle: Andreas Golinski)

"Lasst euch nicht Lehrer nennen"

Nachrichten | 19.07.2022

Vier Religionslehrkräfte aus dem Bistum Dresden-Meißen haben ihre Missio canonica erhalten. Bischof Heinrich Timmerevers verlieh den Pädagoginnen und Pädagogen die kirchliche Beauftragung und Lehrerlaubnis für den katholischen Religionsunterricht an Schulen im Rahmen einer Eucharistiefeier in der Dresdner Kathedrale.

 

Mit Bezug auf das Matthäusevangelium, Kapitel 23, legte Bischof Heinrich den zukünftigen Religionspädagogen nahe, in ihrer zukünftigen Arbeit vor allem den Menschen zu sehen. "Matthäus sagt: Ihr sollt euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus“, sagte Timmerevers während des Gottesdienstes am 15. Juli. In der Arbeit mit jungen Menschen sei es wichtig, nicht belehrend aufzutreten, sondern die Botschaft von der Liebe Jesu zu vermitteln.

Vor dem Gottesdienst hatten die Kandidatinnen und Kandidaten für die Missio canonica die Möglichkeit, mit Bischof Heinrich über ihre Erwartungen an die zukünftige pädagogische Arbeit ins Gespräch zu kommen.

Missio canonica – Die Lehrbeauftragung der katholischen Kirche

Um katholischen Religionsunterricht erteilen zu können, benötigen Lehrkräfte neben der staatlichen Lehrbefähigung eine Bevollmächtigung durch die Kirche. Auf Grund der Sonderstellung des Religionsunterrichts als „res mixta“ wird durch die kirchliche Sendung die gemeinsame Verantwortung von Kirche und Staat sichergestellt. Für die Dauer des Referendariates erhalten die Religionslehrerinnen und Religionslehrer aller Schulformen eine vorläufige kirchliche Unterrichtserlaubnis. Zuständig ist das Bistum, in dem die Universität liegt, an der das Studium abgeschlossen wurde. Nach bestandenem Zweiten Staatsexamen kann die Missio canonica beantragt werden. Dafür legen die Lehrkräfte das Versprechen ab, ihren Unterricht in Übereinstimmung mit der Lehre der katholischen Kirche zu erteilen.

(Andreas Golinski/mam)

 

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