(Quelle: © Yves Sucksdorff / Jüdisches Museum Berlin)

Ausstellung: Mode und Religion

Nachrichten | 30.06.2017

Verhüllung im Judentum, Christentum und Islam: Um dieses Thema dreht sich alles in der Ausstellung "Cherchez la femme. Perücke, Burka, Ordenstracht" im Jüdischen Museum Berlin. Die Schau beschäftigt sich mit den Ursprüngen und Spielräumen religiöser Kopfbedeckungen von der Tradition bis zum religiösen Feminismus. Für Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse bietet das Museum Führungen durch die Ausstellung an. Sie läuft noch bis zum 27. August.

Wie viel sichtbare Religiosität vertragen säkulare Gesellschaften heute, fragt die Ausstellung und lässt ausschließlich Frauen in ihr zu Wort kommen. Ihre Positionen ermöglichen neue Blicke auf und hinter die Kopfbedeckungen und zeigen, wie kulturelle und religiöse Traditionen heute gelebt werden. "Wir wollten mit "Cherchez la femme" Frauen die Möglichkeit geben, sich zu diesem umstrittenen Thema selbst zu äußern. In dem oft hitzig geführten Diskurs um Kopftücher wünschen wir uns mehr Verständnis für die Religiosität anderer und auch mehr Lässigkeit gegenüber Andersgläubigen", sagt Léontine Meijer, Programmdirektorin des Jüdischen Museums Berlin.

Darüber hinaus reflektieren künstlerische Arbeiten die aktuelle gesellschaftliche Debatte um Kopftuch, Burka und Co. Mediale Installationen lassen Frauen aller Richtungen zu Wort kommen, wie das Museum mitteilt. Alle Informationen zur laufenden Schau gibt es hier.

Führungen für Schulklassen

Für Schülerinnen und Schüler ab der Klassenstufe neun bietet das Jüdische Museum Berlin Führungen durch die Ausstellung "Cherchez la femme" an. Die Teilnehmer lernen die Ursprünge verschiedener Bekleidungsvorschriften kennen, erfahren wie sich Religionen diese angeeignet haben und bekommen einen Einblick, wie Mädchen und Frauen heute der Spagat zwischen Tradition und gesellschaftlicher Teilhabe gelingen kann.

Alle Informationen zu den Führungen finden Sie hier.

Rahmenprogramm

Anlässlich der Ausstellung haben sich zukünftige Berliner Mode- und Hutmacher mit den Ursprüngen religiöser Bekleidungsvorschriften auseinandergesetzt und selbst Mode entworfen. Unter dem Titel "Verhüllung" präsentieren sie bis zum 1. September im Garten der Diaspora in der W. Michael Blumenthal Akademie Fotos ihrer Entwürfe.

Keine Langeweile in den Sommerferien

Für die Kleineren bietet das Jüdische Museum Berlin ein Sommerferienprogramm an. An einem abwechslungsreichen Tag mit Spielen, Schnitzeljagd und Picknick dreht sich alles um die Themen Zeit und Kosmos. Das Programm unter dem Titel "App durchs Museum" richtet sich an Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren. Alle Informationen zum Programm gibt es hier.

(mam)

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