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Stimme eines modernen Hiob

Christoph Schlingensief
So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!
Tagebuch einer Krebserkrankung

Köln: Verlag Kiepenheuer & Witsch 2009
256 Seiten
ISBN 978-3-462-04111-8

Gegenwärtig begegnet das Thema Tod, Sterben und Vergänglichkeit in vielfältiger Weise in den literarischen Neuerscheinungen. Kathrin Schmidt beispielsweise verarbeitet in ihrem Roman „Du stirbst nicht“ ihren vor einigen Jahren erlittenen Schlaganfall und den damit verbundenen Sprachverlust sowie die mühsame Suche nach der verlorenen Sprache, die eine Autorin in existenzieller Weise trifft.
 



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Priesterroman

Dieter Wellershoff
Der Himmel ist kein Ort

Köln: Verlag Kiepenheuer & Witsch 2009
304 Seiten
ISBN 978-3-462-04134-7


Seit Petra Morsbachs Roman „Gottesdiener“ ist das Genre „Pfarrerroman“ in der deutschsprachigen Literatur aus seiner zölibatsdenunziatorischen Schmuddelecke befreit worden und zum Schauplatz menschlichallzumenschlicher Tragik zwischen Anspruch und Wirklichkeit, Hoffnung und Scheitern zurückgeführt worden.



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Ein Liebes- und Bildungsroman

Ulrike Draesner
Vorliebe

München: Luchterhand Literaturverlag 2010
256 Seiten
ISBN 978-3-630-87294-0

Sollte man einen Roman auf einer Internetpräsenz für den Zusammenhang von Theologie und Literatur nur deshalb empfehlen, weil in ihm ein protestantischer Pfarrer und eine Pfarrersfrau vorkommen? Natürlich nicht! Das wäre nicht nur zu einfach, sondern ginge auch am Interesse dieses Forschungsfeldes völlig vorbei. Es gibt viele gute Gründe, auf das neue Buch von Ulrike Draesner hinzuweisen. Da ist zum einen die überlegte, vielfach schillernde Sprache, für die Ulrike Draesner bekannt ist. Ein Wort hat bei ihr zumeist mehr als nur einen Sinn.
 



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Lebens- und Liebesschicksale

Bernhard Schlink
Sommerlügen

Zürich: Diogenes-Verlag 2010
288 Seiten
ISBN 978-3-257-06753-8

Bekanntlich ist Leben und Lieben das, was geschieht, während man andere Pläne macht. Wie schon in "Liebesfluchten" hat der inzwischen weltberühmte Autor Bernhard Schlink in seinem neuen Erzählband "Sommerlügen" menschliche Lebens- und Liebesschicksale eingefangen und in seiner wunderbaren Sprache derart ausgefeilt, dass man unweigerlich an Carver oder Yates erinnert wird.



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Versuch einer Antwort auf die Frage nach Glück

Norbert Scheuer
Überm Rauschen

München: Verlag C.H. Beck 2009
167 Seiten
ISBN 978-3-406-59072-6

Norbert Scheuer gehört seit längerer Zeit zu den Geheimtipps der deutschsprachigen Literatur. Immer mal wieder – sei es in Klagenfurt oder unlängst auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis – gilt er als preiswürdig und erfolgsverdächtig, bleibt aber dann doch wieder eher ein unberücksichtigter Autor der zweiten oder dritten Reihe. Dass dies zu Unrecht geschieht, zeigt wieder einmal sein letzter Roman „Überm Rauschen“, der auch diesmal in der Eifel spielt, wo Scheuer 1951 geboren wurde.
 



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Alltagswirklichkeit versus biblische Weisung

Andrej Longo
Zehn. Erzählungen

Frankfurt: Eichborn 2010
160 Seiten
ISBN 978-3-8218-6112-8

Als zwischen 1988 und 1989 der polnische Regisseur Krzysztof Kieślowski seine Reihe „Dekalog“ realisierte, in denen er zu den zehn Geboten zehn meisterhafte Filme, die allesamt in einem Neubaugebiet am Rande einer polnischen Stadt spielen, zu einem Zyklus verband, entstand nicht nur ein aktualisierter, sondern auch ein mehrdimensionaler Blick auf das Zehnwort vom Sinai, der begierig in schulischen und erwachsenenbildnerischen Zusammenhängen aufgenommen wurde.
 



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Zusammenhang von historischen Ereignis und literarischem Niederschlag

Julia Schoch
Mit der Geschwindigkeit des Sommers

München: Piper-Verlag 2009
160 Seiten, 14,95 €
ISBN 978-3-492-05252-8

„Was weiß diese Zeit von einer anderen.“ – Mit diesem Satz beginnt der überaus gelungene Roman der 1973 in Bad Saarow geborenen Autorin Julia Schoch. Darin werden die Leserin, der Leser Zeugen der Aufarbeitung
des tragischen Endes der Schwester der Erzählerin, die mit dem Ende der DDR und den damit über sie hereinbrechenden ungeahnten Möglichkeiten nicht fertig wird.



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Ausstieg aus den Zeitläufen

Jochen Schimmang
Das Beste, was wir hatten

Hamburg: Edition Nautilus 2009
320 Seiten
ISBN 9-783894-015985

Als im November 1989 die Mauer fiel, kam nicht nur ein DDR genannter Teil Deutschlands zu seinem Ende, sondern auch das, was man „Bonner Republik“ nannte. Jochen Schimmang (geb. 1948) erzählt in seinem Roman „Das beste, was wir hatten“ die Geschichte von Gregor Korff, einem politischen Berater eines bedeutenden Ministers aus dem Kabinett Kohl, der in den Strudel der geschichtlichen Ereignisse gerät, in dem seine heile rheinische Welt, in der er sich geborgen fühlt und eingerichtet hat, untergeht.
 



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Paradies und Sündenfall

Jutta Richter
Der Anfang von Allem

München: Carl Hanser-Verlag 2008
104 Seiten
ISBN 978-3-446-23096-5

Nein, der nebenstehende Cartoon ist nicht von Jutta Richter und nicht aus ihrem Buch „Der Anfang von Allem“. Er stammt aus dem Comic-Roman „Prototyp“ (Rowohlt 2008) des seit 27 Jahren mit alles andere als unumstrittenen Cartoons an die Öffentlichkeit tretenden Zeichners Ralf König. Dieser äußerte sich in einem Interview vom 15. Oktober 2008 dahingehend, dass die Bibel „jede Menge absurden Stoff“ hergebe und er sich deshalb, wie er es nennt, mal ganz auf „Religionsverwurstung“ konzentriert habe.



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Ein Buch der Gottsuche

Julian Barnes
Nichts, was man fürchten müsste

Köln: Kiepenheuer & Witsch 2010
320 Seiten
ISBN 978-3-462-04186-6

Der Sommer ist eigentlich keine Zeit, um an den Tod zu denken – das ist anderen Jahreszeiten vorbehalten. Und dennoch: Wir sind mitten im Leben – also auch mitten im Sommer – vom Tod umfangen. So gesehen ist es immer Zeit, sich mit der eigenen Endlichkeit zu beschäftigen.
 



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Erzählung über die Gebrochenheit menschlicher Existenz

Daniel Zahno
Die Geliebte des Gelatiere

Frankfurt am Main: weissbooks 2009
196 Seiten
ISBN 978-3-940888-35-8

Zum Sommer gehört die passende Sommerlektüre. Und eine Sommerlektüre sollte immer ein Liebesroman sein. Wenn dann noch Eis und Italien im Hintergrund als Thema aufleuchten, dann scheint die Idylle perfekt und das Lesevergnügen garantiert zu sein. Daniel Zahnos Roman „Die Geliebte des Gelatiere“ garantiert zwar ein hohes Lesevergnügen, im Blick auf die bei diesen Koordinaten zu erwartenden Idylle wird man jedoch enttäuscht: der Roman schließt mit einem Ende, das nicht gerade „happy“ genannt werden kann.
 



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Ein Jahrhundert im Roman

Carsten Jensen
Wir Ertrunkenen

München: Knaus-Verlag 2008
784 Seiten
ISBN 978-3-8135-0301-2

Es gibt nur wenige derart großartige Romane wie diesen, denen es gelingt, eine Vielzahl von Genres zu verbinden: Seefahrerroman, Liebesroman, Zeit- und Sittengemälde, ein wenig Krimi vielleicht, eine Prise Humor (die ganz sicher) und jede Menge Abenteuer.



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Erinnerungen an die Kindheit

Peter Kurzeck
Ein Sommer, der bleibt
Peter Kurzeck erzählt das Dorf seiner Kindheit

Berlin: supposé-Verlag 2007
4 Audio CDs (290 Minuten)
ISBN 978-3-932513-85-5

Im Oktober wird traditionellerweise der Büchner-Preis verliehen. Einer, der ihn schon längst verdient hätte, ist Peter Kurzeck, der mit seiner wunderbaren Sprache Geschichte in Geschichten einfängt. Vor zwei Jahren erschien von ihm und mit ihm ein grandioses Projekt: Peter Kurzeck erzählt - vergleichbar der Improvisation der Bluessänger in den hessischen Army-Clubs der Nachkriegszeit - das Dorf seiner Kindheit.



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Melancholie nach dem Prager Frühling

Alain Claude Sulzer
Privatstunden

Frankfurt am Main: Suhrkamp-Verlag 2009
237 Seiten
ISBN 978-3-518-46111-2

Ende der 60er Jahre, vermutlich nach dem Prager Frühling, kommt ein junger Osteuropäer namens Leo nach Deutschland. Er spürt die Fremdheit und Kälte seines Zufluchtslandes nicht zuletzt auch in der Sprache, die ihm nicht recht von den Lippen kommen will. Durch eine schicksalshafte Vermittlung nimmt er Privatstunden in deutscher Sprache bei der 37jährigen Martha.



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Krimi zum Entspannen

Andreas Föhr
Der Prinzessinenmörder

München: Knaur-Verlag 2009
384 Seiten
ISBN 978-3-426-66397-4


Die Ökumenikerin und Professorin für Systematische Theologie in Münster Dorothea Sattler hat jüngst in einem Interview zugegeben, dass sie abends zur Entspannung gern einen Krimi lesen würde. Das kann man nur unterstützen und darum empfiehlt der Buchtipp in diesem Monat ein Krimidebut von Andreas Föhr, das ausgerechnet in Bayern spielt.



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