Christsein in der modernen Welt

Buchvorstellung - 15.04.2016

 

Heinz Hürten/ Ludwig Mödl/ Klaus Stüwe
Auftrag und Verantwortung
Der Christ in der Welt und Kirche heute

 

Regensburg: Pustet 2013
85 Seiten, 7.95 €
ISBN 978-3-791-72567-3

 

Zum 50-jährigen Jubiläum des Zweiten Vatikanischen Konzils haben drei Wissenschaftler auf den Pastoralkonferenzen 2013 der Diözese Eichstätt Antworten auf die Frage nach dem Christsein in der modernen Welt gefunden.

Die Zugänge sind unterschiedlich, denn unter den Vorträgen finden sich die Sichtweisen von Laien und Klerikern, der Pastoraltheologie sowie der Geschichts- und Politikwissenschaft. Im ersten Durchgang blickt Ludwig Mödl auf das Konzilsgeschehen zurück, in einem zweiten wendet er sich der Frage zu, ob die Konstitution „Gaudium et spes“ den hermeneutischen Schlüssel für das gesamte Konzil darstellt. Mödl kann diese bejahen, weil damit auch die Fragen nach der Entweltlichung und ihrer Bedeutung für die Kirche in Deutschland angesprochen werden können. Heinz Hürten nimmt sich die Veränderungen im Engagement der Laien zum Thema. Ausgangspunkt ist für ihn das 19. Jahrhundert mit seinen Aufbruchsbewegungen. Insgesamt deutet er die Zeit bis zum beginnenden 21. Jahrhundert als eine Geschichte des Niedergangs, die in eine Epoche der „kleinen Herde“ führen wird. Klaus Stüwe, Politikwissenschaftler, zeigt vier unterschiedliche Dimensionen des Wandlungsprozesses auf: Differenzierung, Rationalisierung, Individualisierung und Domnestizierung der Natur. Nach Stüwes Deutung hat die Kirche gerade in diesem Feldern ihre Kompetenzen einzubringen, gerade in den dabei aufgeworfenen ethischen und sozialen Fragen.

Das Buch kann von Religionslehrern der höheren Klassen (nach eigener Lektüre) gut dazu verwendet werden, die unterschiedlichen Positionen zur Weltgestaltung durch Laien anschaulich zu machen.

 

Barbara Wieland

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