Zanele in Freising
Leben mit HIV in Afrika
Wounded Healer. Zanele tourt an drei Schulen in Münchener Raum - 01.05.2010

Im Rahmen ihrer Deutschlandtournee zur Vorstellung ihres Buches "Sie nennen mich Smiley" traf Zanele vor wenigen Wochen mit Schülerinnen und Schülern zusammen, die mit missio im Rahmen von "Partner machen Schule" kooperieren. Vor dem "Tag für Zanele" in Freising begegete sie einzelnen Schülergruppen. So hatten die Schülerinnen des Anger-Gymnasiums in München eine ungezwungene Atmosphäre beim "Kaffeeklatsch" geschaffen, um sich von ganz allgemeinen Fragen langsam an die heißen Eisen vorzutasten, die das Leben mit dem HI-Virus birgt: Das Zusammenleben mit einem Partner, der Wunsch, Kinder zu haben, und auch die berufliche Perspektive waren einige der entscheidenden Themen. Ebenfalls eingebettet in die kulinarische wie interkulturelle Erfahrung des Weißwurstsessens beschäftigten sich auch die Schülerinnen und Schüler des Unterschleißheimer Carl-Orff-Gymnasiums mit Zaneles Schicksal.

Tag für Zanele in Freising

Höhepunkt der Schulveranstaltungen war schließlich ein gesamter Tag für Zanele in Freising, den das P-Seminar "Partnerschaft Afrika" des Domgymnasiums gestaltete. Nach gemeinsamen Mittagessen, Domführung und Stadtbummel luden sie die Schulfamilie zur Abendveranstaltung "Ein Smiley für Afrika" ein. Die jungen Erwachsenen führten ihre zahlreichen Gäste in die Thematik HIV/Aids in Subsahara-Afrika ein, veranschaulichten die Problematik mit Textauschnitten aus Zaneles Roman und unterlegten dies mit Theaterelementen und Musik. Ein kurzes Interview mit Zanele schloss den rundherum gelungenen Abend ab.

Planung, Gestaltung und Durchführung lag dabei weitgehend in der Hand der Schülergruppe selbst, die in einer einführenden Input-Phase Ende vergangenen Jahres sowie in der Projektphase ab Januar gemeinsam von Lehrerin Irmi Stagl und missio-Referentin Anna Noweck betreut wurde. Die Gruppe bildete Teams, die für einzelne Aspekte der Vorbereitung und Abwicklung zuständig waren. Bei vorab festgelegten Meilensteinen tauschten sie ihre Ergebnisse aus und organisierten die autonome Weiterarbeit. Der Tag mit Zanele stellt einen ersten Gipfel der Projektarbeit des P-Seminars dar.

Für alle teilnehmenden SchülerInnen und LehrerInnen aber stand in jedem Fall fest: "Meeting Zanele was an extraordinary experience".

Wer ist Zanele?

Weil sie anderen Menschen helfen will, Schicksalsschläge zu meistern, erzählt die junge Frau aus Südafrika ganz offen und ohne Hemmungen aus ihre Lebensgeschichte als "abandond child", missbraucht vom Stiefbruder, mit dem tödlichen HI-Virus infiziert. Zanele, Hauptfigur der Kampagne "Aktion Schutzengel. Aids & Kinder" berichtet von Verzweiflung und Depression, beweist aber zugleich ihre eigene Kraft und den neuen Mut, mit dem sie sich ihrer Krankheit stellt. Ihre positive Haltung verleiht ihr den Spitznamen "Smiley": "Her smile is overwelming, it took me off guard and I just had to smile to her," berichtet eine Schülerin vom Treffen mit Zanele.

Info für Schulen, die ähnliche Projekte planen

missio.de

Weitere Informationen und Kontakt: Anna Noweck, missio, (089) 5162/235, a.noweck@missio.de

(UN)

(Quelle: missio.de)

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